Silvia Dierigl – Stimme, Atmung und F.M. Alexander-Technik

F.M. Alexander-Technik

„Verbringe Deine Zeit nicht mit der Suche nach einem Hindernis. Vielleicht ist keines da.” Franz Kafka

Prinzipien der Technik

Die F.M. Alexander-Technik gründet sich auf fünf Prinzipien, welche miteinander in Wechselwirkung stehen und diese Technik so einzigartig machen. Diese Prinzipien sind:

  • Das Anerkennen der Macht der Gewohnheit
  • Innehalten und Nicht-Tun
  • Das Anerkennen der trügerischen Sinneswahrnehmung
  • Mentale Richtungsanweisungen geben
  • Die Primärsteuerung

Die F.M. Alexander-Technik basiert auf der Überzeugung, dass im menschlichen Organismus geistige, körperliche und seelische Prozesse eng miteinander verbunden sind. Sie zeigt durch Vertiefen der Wahrnehmung Möglichkeiten für einen gesunden Umgang mit dem Körper auf. Gewohnt ungünstige Bewegungsmuster können dadurch erkannt und verändert werden.

Durch Innehalten und bewusstes Wahrnehmen wird Raum für neue Entscheidungen geschaffen. Wir finden zu einem positiven Umgang mit uns selbst und können den Anforderungen unserer Umwelt gelassener und selbstbestimmter begegnen.

Unterricht

Der Unterricht findet in Einzelsitzungen statt. Es entsteht ein Dialog zwischen dem Schüler/der Schülerin und mir. Ich begleite mit meinen Händen ganz alltägliche Bewegungen wie das Sitzen, Gehen oder Stehen. Die Themen können auch spezifischer sein, z.B. Sprechen, Singen, Musizieren oder die Arbeit am Computer. Dabei spüre ich Verspannungen auf, die durch eine ungünstige Koordination von Kopf, Hals und Rücken entstehen und mache sie dem Schüler/der Schülerin bewusst.

Sie lernen, automatisierte und ungünstige körperliche Abläufe zu erkennen, zu unterbrechen und dann zu verbessern. Begleitet wird dieser Prozess durch verbale Anweisungen. Durch dieses Innehalten eröffnet sich ein Raum für neue körperliche Erfahrungen, Gedanken und Einsichten. Entscheidungen können neu getroffen werden, mit denen Sie Ihr Leben positiv beeinflussen.

Unterrichtsdauer: 45 Minuten
Kosten: 45 Euro

F.M.Alexander-Technik und Stimme

Frederick Matthias Alexander hat diese Technik entwickelt, weil er selbst unter Stimmproblemen litt. Unser Körper ist das Instrument der Stimme. Ein langer, weiter Rücken stärkt die Zwerchfelltätigkeit, die Atmung kann besser fließen und ein freier Hals lässt die Stimmbänder frei schwingen. Außerdem ist unser Kehlkopf in ein komplexes Muskelsystem eingebunden. Auch dort können ungünstige muskuläre Gewohnheiten entstehen, welche die Kehle verengen und sowohl das Sprechen als auch das Singen zur Anstrengung werden lassen.

Oft entstehen diese Verspannungen durch zu viel Ehrgeiz. Wir sind zu zielorientiert und haben manchmal eine falsche Vorstellung davon, wie unsere Stimme klingen soll.

Mit den Mitteln der F.M. Alexander-Technik können wir diese selbstgemachten Hindernisse erkennen und abbauen. Wir lernen unsere Stimme in all ihrer Lebendigkeit kennen. Dabei werden wir immer wieder aufs Neue von ihr überrascht und fasziniert.

F.M. Alexander

Frederick Matthias Alexander war Schauspieler und Rezitator. Er lebte von 1869 bis 1955. Sein Wirkungskreis war in Australien und England.

Er litt jahrelang unter massiven Stimm- und Atemproblemen, obwohl die Ärzte keine organische Ursache bei ihm feststellen konnten. Also begann er mit jahrzehntelanger Selbsterforschung und Beobachtung vor dem Spiegel. Dabei entdeckte er, dass er beim Sprechen immer reflektorisch den Kopf nach hinten unten in den Nacken zog. Dies verursachte nicht nur große Verspannungen in der Halswirbelsäule, sondern führte auch zu einer Verkürzung des gesamten Rückens, ferner zu einer Verengung des Brustkorbes und damit zu einer fehlerhaften Koordination im gesamten Körpersystem.

Er entwickelte die nach ihm benannte F.M. Alexander-Technik und begann zu unterrichten. Unter seinen Schülern waren viele Schauspieler mit Atem- und Stimmproblemen, aber auch viele Ärzte, die seinen Rat suchten. Seine Forschungsarbeit und Erfahrungen fanden bald große Anerkennung, zunehmend auch in medizinischen Kreisen.

1930 gründete er seine erste Ausbildungsklasse für F.M. Alexander-Technik in London. Er blieb bin ins hohe Alter aktiv und unterrichtete bis kurz vor seinem Tod.

Stimme

Die Stimmbildungsarbeit in meiner Praxis ist geprägt von jahrzehntelanger Stimmerforschung. Unsere Stimme braucht den Körper als Resonanzraum. Deshalb sind die Erkenntnisse der F.M. Alexander-Technik ein integraler Bestandteil meiner Stimmarbeit.

Therapie

Wie wichtig die Stimme für unser Leben ist, wird einem oft erst bewusst, wenn sie den alltäglichen Belastungen nicht mehr standhält. Die Kommunikation mit den Mitmenschen wird dann eingeschränkt, aber auch Emotionen wie Wut oder Freude kann man nicht mehr adäquat ausdrücken.

Stimmstörungen können sich zeigen durch Heiserkeit, Räusperzwang, Kloßgefühl im Hals…. um nur einige Symptome zu nennen.

Man unterscheidet zwischen organischen Stimmstörungen, funktionellen Stimmstörungen und psychogenen Stimmstörungen.

Für eine stimmtherapeutische Behandlung benötigen Sie ein Rezept von Ihrem HNO-Arzt.

Organisch

Hier liegt eine organische Veränderung an den Stimmbändern oder im Kehlkopf vor, zum Beispiel die Lähmung eines Stimmbandes. Man spricht dann von einer Recurrensparese. Durch gezielte Übungen kann die Stimme meist ihre volle Funktionsfähigkeit wiedererlangen. Wenn ein Stimmband zum Teil entfernt werden muss, zum Beispiel nach Tumorerkrankungen, kann eine neue Stimme aufgebaut werden, sodass es möglich ist, wieder gänzlich am kommunikativen Leben teilzuhaben.

Funktionell

Hier liegt keine organische Erkrankung an den Stimmbändern vor. Durch Fehlspannungen in der Kehlkopfmuskulatur kommt es zu einer angestrengten Stimmgebung. Häufig sind davon Berufsgruppen betroffen, die einer erhöhten Stimmbelastung ausgesetzt sind, z.B. Lehrerinnen und Lehrer oder Erzieherinnen und Erzieher. Das Sprechen vor einer größeren Gruppe, oft innerhalb einer Geräuschkulisse, wird dann zum Problem. Da die davon betroffenen Personen lediglich verlernt haben, ihre Stimme ökonomisch einzusetzen, ist eine Therapie meist sehr erfolgversprechend.

Psychogen

Hier liegen Fehlspannungen im Bereich der Kehlkopfmuskulatur vor, die eine stark psychosomatische Komponente haben, z.B. durch sehr starke Belastungen im Alltag oder psychische Traumata. Auch hier kann eine Stimmtherapie sehr hilfreich sein. Eine begleitende Psychotherapie ist in diesem Fall jedoch sinnvoll.

Unterricht

Sprechen

Durch die Art und Weise, wie wir sprechen, vermitteln wir einen der ersten und wichtigsten Eindrücke von uns. Mit unserer Stimme drücken wir viel von unserer Persönlichkeit aus.

Doch nicht immer nutzen wir unser gesamtes stimmliches Potential. Durch Anspannung, zu viel Druck und oft auch falschen Ehrgeiz verhindern wir, dass sich unsere Stimme frei entfalten kann und zum stimmigen Ausdruck unserer Persönlichkeit wird. Inhalte können dann nicht mehr überzeugend vermittelt werden. Das Sprechen wird zur Anstrengung.

Im Sprechunterricht kommen Sie in Kontakt mit Ihrer Stimme, Sie lernen den Zusammenhang zwischen Denken, Fühlen und Sprechen kennen.

Unterrichtsdauer: 60 Minuten
Kosten: 60 Euro

Singen

Singen ist dem Menschen angeboren. Noch bevor sich die Sprechorgane entwickelten, haben wir unseren Empfindungen stimmlich Ausdruck verliehen. Die Stimme transportiert Emotionen. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich daraus eine hohe Kunstfertigkeit, der Gesang.

Die Natürlichkeit darf jedoch nicht verloren gehen, sonst wird das Singen zur Anstrengung und verliert an Unmittelbarkeit des Ausdrucks. Das Anwenden bloßer Technik soll den emotionalen Ausdrucksgehalt nicht verstellen.

Im Unterricht lernen Sie, Fehlspannungen im Kehlkopfbereich wahrzunehmen und zu lösen. Durch Nicht-Tun findet die Stimme sich selbst. Es entsteht ein Zustand von spannungslosem Gespannt-sein, der Atem und Stimme frei fließen lässt und Raum für neue Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet.

Unterrichtsdauer: 60 Minuten
Kosten: 60 Euro

Atmung

„Es atmet der Mensch – nicht nur das Zwerchfell, nicht nur die Lunge, nicht der Bauch. Es atmet der Mensch!“ Prof. Graf Dürckheim

Atmung und Stimme gehören zusammen. Die Stimme braucht den Atem, um gehört zu werden und sich emotional auszudrücken. Atem geschieht, wir müssen nichts dazu tun. Unsere Atmungsorgane reagieren flexibel auf Reize und Gefühle und passen sich der jeweiligen Situation an. Ein spontanes emotionales Reagieren auf unsere Umwelt wird dadurch möglich. Jeglicher Versuch, richtig zu atmen, muss daher fehlschlagen, da in jeder Situation etwas anderes richtig ist.

F. M. Alexander sagt dazu den bemerkenswerten Satz:

„Alle wollen es richtig machen, aber niemand hält inne, um darüber nachzudenken, ob seine Vorstellung von richtig richtig ist.“

Es geht also darum herauszufinden, wie wir unsere Atmung stören. Falsche Vorstellungen, zu viel Aktivität oder blockierte Gefühle können unsere Atmung erschweren.

Doch Atmen soll leicht sein, mühelos und flexibel.

Ein frei fließender Atem bringt Lebenskraft und Vitalität und Lebendigkeit zurück.

Vita

Studium der Theaterwissenschaften, Germanistik und Psychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Abschluss mit Magistra Artium.

Ausbildung zur staatlich anerkannten Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin nach Schlaffhorst- Andersen in Bad Nenndorf.

Ausbildung zur Lehrerin für F.M. Alexander-Technik von 1996 bis 1999 in Heidelberg und Köln.

Seit 1995 selbstständig in eigener Praxis als Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin und Lehrerin für F.M. Alexander-Technik in Bergisch Gladbach. Weitere Unterrichtsorte sind Köln und Bonn.

Seit 1998 regelmäßige Fortbildungen in F.M.Alexander-Technik bei Rivka Cohen/Israel.

Kontakt

Silvia Dierigl

Meckenheimer Allee 73
53115 Bonn

Forststraße 5
51429 Bergisch Gladbach

Köln-Südstadt

T: 0221-510 56 16
M: 0171-654 88 21
info@stimme-alexandertechnik.de

Impressum

Angaben gemäß § 5 TMG:

Silvia Dierigl M.A.
Sachsenring 8
50677 Köln

Kontakt:

Telefon: + 49 221 510 5616
Email: info@stimme-alexandertechnik.de

Grafische Gestaltung:

René Herrmann

Technische Realisierung

Netzintelligenz Ralf Göke

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